Diesen Satz soll Archimedes einem römischen Soldaten gesagt haben, der die geometrischen Linien des alten Griechen im Sand zertrampelt hatte. Archimedes wurde dafür getötet. Wie aber sieht es mit unseren Kreisen und gedanklichen Vorstellungen aus, die wir in den Sand unserer Wirklichkeit zeichnen?
Meister Puppetji zeigt uns auf beispielhafte Weise, was echte Meditation im Alltag bedeutet. Nicht auf einem einsamen Bergipfel, im Ashram oder in der Stille der Wüste – sondern mitten im Großstadtgetümmel führt er uns zu wahrer Meisterschaft – poppende Nachbarn und Fliegenklatschen inklusive.
Wie im Traum kommt es mir manchmal vor, wenn ich völlig auf Autopilot durch Konflikte und Engpässe steuere, die mich früher völlig aus dem Häuschen gebracht hätten. Bin ich jetzt alt und weise geworden oder einfach nur zu müde, um mich aufzuregen? Wahrscheinlich stimmt beides ein bisschen.
Im Selbstbedienungsladen der Gefühle darf die Freude nicht fehlen. Lediglich mit dem Glücklichsein ist das so eine trickreiche Sache, bei der uns Tun und Machen nicht weiterbringen.
Die Kinder ärgern sich gegenseitig, und Oma macht sich gerne Sorgen. Wie geht das eigentlich genau? Kann man einen andern auch ärgern, wenn der nicht mitspielt? Und woher kommen Omas selbst gemachte Sorgen?
Freizeitstress! Die Jungs sind aus dem Haus und im Urlaub. Papa Tang hat fast alle Zeit der Welt, und trotzdem mache ich mir immer wieder Druck und komme nur langsam zur Ruhe. Das kann doch nicht so schwer sein, oder?
Darauf läuft letztlich alles hinaus. Die Abenteuer meines Alltags, das Leben mit meinen Kindern – sie schenken mir hautnah die friedvolle Erfahrung der Widerstandslosigkeit, aber auch das Erlebnis des schmerzhaften Gegenteils. Ich hab die Wahl – Jetzt!
Ich fühl mich wie ein Surfer. Ich denke noch: »Wow, dieser Tag war echt rappelvoll mit Ereignissen, und ich hab mal wieder die Kurve gekriegt, ohne auszuflippen.« Doch da kommt schon die nächste Welle – noch fetter, noch dichter – kaum zu packen.
5:45 – Mein innerer Wecker klingelt und ich öffne fast pünktlich die Augen. »Komm, Tang, noch 15 Minuten knacken – das reicht allemal.« Oma ist heute Morgen schon um 4:00 mit ihrem Landfrauenverein nach Rügen gestartet. Sie ist sicher reif für die Insel.
»Mensch, Tang! Du musst doch nicht immer völlig ausgereifte und durchreflektierte Artikel in Deinen Blog schreiben. Die Leute interessiert auch, wie Du Deinen stinknormalen Alltag meisterst oder auch nicht. Denn genau das ist doch Tang’s Welt, oder?«



Das Tao te king für Eltern
Jetzt! Die Kraft der Gegenwart
Leben im Jetzt
Eine neue Erde
Die zehnte Prophezeiung von Celestine