Valentinskind

Ich wurde am 14.2.1958 an einem Freitag als Valentinskind in Offenbach am Main geboren. Meine Mutter konnte an diesem Wochenende die Narren und Fasnachts-Jecken beim Umzug durch ihr Krankenhausfenster hören. Obwohl mich das Humptata und die organisierte Narretei nie so recht interessiert hat, fühle ich mich doch seither unter der Narren- und Künstlerkappe recht wohl. Sie gibt mir die Freiheit, mich selbst und alle anderen nicht zu ernst zu nehmen. Einige Wochen nach dem Kaiserschnitt wurden Mutter und Kind in die dörfliche Freiheit entlassen. Dieselbe erlebte ich im 20 Kilometer entfernten Dudenhofen, dass sich im Zusammenschluss mit den Nachbargemeinden irgendwann zur Kleinstadt Rodgau mauserte.
In meiner Jugend hatte ich den Wunsch, als Biophysiker die Funktionsweise des Gehirns und des Denkens zu erforschen. Dem aber stand die tiefe und langjährige Liebe zur Musik und zum Klavierspiel gegenüber. Ich entschied mich für die Kunst und widmete ihr einen großen Teil seines Lebens.
Bis zum Alter von 35 Jahren arbeitete ich im Musikbusiness als Musiker, Produzent und Studioinhaber, bis ein fundamentaler Umbruch mein Leben durcheinanderwirbelte und mich vom Geschäftsmann zurück zur Kunst brachte. In den folgenden Jahren entfaltete ich meine Talente als Komponist und Sänger zuerst ganz für mich allein im stillen Kämmerlein. Schließlich durchbrach ich diesen Rückzug und brachte meine Lieder in einigen Konzerten auf die Bühne.
In dieser Zeit beschäftigte mich mehr und mehr die Frage »Wer bin ich wirklich?«, und damit begannen sich mein Weltbild und mein Leben völlig zu verändern. Nach einer Phase innerer Einkehr und des Alleinseins, in der ich meine große Liebe zur Natur wieder entdeckte, begann ich schließlich im Jahr 2000 nicht mehr nur meinen Klavier- und Gesangsschülern, sondern auch einem größeren Kreis von interessierten Menschen von meinen Erkenntnissen und Erfahrungen zu erzählen.
Im Herbst 2001 erfuhr ich das Glück, dem Dalai Lama persönlich begegnen zu dürfen. Ohne dass ich dies damals bewusst bemerkte, erfuhr ich dabei die unausgesprochene Antwort auf meine Lebensfrage und bald darauf begann ich meine Erlebnisse und inneren Erfahrungen aufzuzeichnen und weiterzugeben. Die daraus entstandenen Workshops »Wunschlos glücklich – Die wunderbare Entfaltung unseres Potentials« waren über 10 Jahre lang ein Geschenk an alle Teilnehmer. Die beglückende Erfahrung des erwartungsfreien Schenkens wurde ein Teil meiner Lebensphilosophie.
Mit meinen Glückskindern Joy Leonardo und Ray Luciano übe ich täglich die Praxis des Zusammenlebens ohne Trennungsbewusstsein und im Gewahrsein des Augenblicks. Ich erfahre die beiden dabei als die wohl besten Lehrer, die ich jemals hatte.
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Fotos: © Jörg Meiß | rhein-main-mediendesign.de




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