Ge-flügel-te Worte
… so hatte ich 2007 meine kleine Lesetour nach der Veröffentlichung von »Momoko« genannt. Dabei konnte ich die beiden Künste vereinen, mit denen ich mir bisher im Leben am leichtesten Ausdruck verschaffen konnte: Musik und Worte.
Die meiste Zeit meines Schreiberlebens habe ich Notenköpfe gemalt, die in richtiger Reihenfolge und mit Gefühl gespielt, Musik ergeben. Irgendwann hat mich dann die selbstausgesprochene Prophezeiung meiner Kindheit ereilt, und aus Noten wurden Worte, die in der richtigen Reihenfolge und mit Gefühl gelesen hoffentlich einen SInn ergeben.
»Am Anfang war das Wort« stimmt bei mir in sofern, dass ich schon als Kind eine blühende Fantasie an den Tag legte und bereits im Kindergarten für meine abenteuerlichen Geschichten bekannt war. Laut Erzählungen wurde ich von den Schwestern der Öfteren dazu »benutzt«, die anderen Kinder mit meinen selbsterdachten Erzählungen zu unterhalten. Die Damen konnten dann beruhigt für eine gewisse Zeit den Raum verlassen und die Rasselbande war ruhig gestellt.
Lügengeschichte vom Zoodirektor
Mein absolutes Highlight – das mir selbst heute noch im Gedächtnis klebt – war die Lügengeschichte über meinen Vater als Zoodirektor. Kritisch wurde das Ganze, als meine Freunde aus der Nachbarschaft, die mit mir in den Kindergarten gingen, bei uns zu Hause auftauchten, um den Babyelefanten auf dem Dachboden unseres Anbaus zu besuchen. Doch irgendwie bin ich wohl mit weiteren haarsträubenden Erfindungen von ansteckender Krankheit und Quarantäne wieder aus der Sache rausgekommen. Die Geschichte selbst war jedoch noch einige Zeit im Dorf unterwegs.
Meine Liebe zum Geschichtenerzählen ist bis heute geblieben – ob musikalisch oder mit Worten. Das Wunderbare an der Musik ist, dass sie am Kopf vorbei direkt unser Herz erreicht. Aber auch Worte können uns anrühren, verzaubern und in andere Welten entführen. Es ist mir eine tägliches Vergnügen, mit diesen Ausdrucksmitteln kleine Weisheiten und Lebensfreude zu versprühen.
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Foto: © Jörg Meiß | rhein-main-mediendesign.de




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Die zehnte Prophezeiung von Celestine
»Das Leben ist vergänglich, das mag sein. Ich will jedoch widerstrebend vergehen und dem Nichts, wenn er meiner wirklich wartet, keinen Anschein von Gerechtigkeit geben…«
Dieses Zitat begleitet mich nun schon mehr als 30 Jahre, und ich weiss nicht von wem diese Worte sind. Danke für MOMOKO. Ich suche noch immer, und vieleicht werde ich immer eine Suchende bleiben.
Viele Grüsse – Angela