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Samenbomben für Hummeln und Bienen - Rezept zum Selbermachen und mehr. - GoodNews

Samenbömbchen für Hummeln, Bienen, Schmetterlinge & Co

Im März gehts los mit den Vorbereitungen. April und Mai sind dann die beste Zeit, um »Samenbömbchen« in der Stadt und in der Natur zu verteilen und damit nützliche Pflanzen für Hummeln, Bienen, Schmetterlinge & Co wachsen zu lassen. Diese unersetzlichen Freunde sorgen als Blütenbestäuber für die Vielfalt von Pflanzen und Tieren.

Guerilla-Gärtner

Samenbomben sind die »Wunderwaffe«, mit der »Guerilla-Gärtner« Wildblumen an kahlen und brachliegenden Orten verbreiten, um farbenfrohe Schönheit und Lebensraum für Bestäuber wie Bienen, Hummel und andere Insekten zu schaffen. Alex Mitchell zeigt uns in ihrem Buch »The Rurbanite«, wie man Samenbomben herstellt und dabei Guerillataktiken anwendet, um Freude zu verbreiten. Das Rezept dazu steht auf dem Bild.

Eine gute Jahreszeit zum Auswerfen sind die Frühlingsmonate April bis Mai. Die »Bömbchen« werden nicht vergraben. Sie lösen sich beim nächsten Regen selbst auf und die Natur sorgt dann selbst für eine blühende Überraschung.

Die Idee der »Samenbomben«

Wenngleich heute viele »wilde Gärtner« auf diese Weise triste und kahle Stellen in den Städten und Gemeinden verschönern, git es die Idee der »Samenbomben« schon länger.

Es ist eine alte Methode, Samen mit Lehm zu mischen, um sie vor Sonne, Dürre oder Vögeln zu schützen. Die Saatmethode scheint bereits bei einigen Stämmen der Nordamerikanischen Ureinwohner zur Anwendung gekommen zu sein.

Es war jedoch der Japaner Masanobu Fukuoka, der die »Samenbomben-Idee« weltweit verbreitete. Als Alternative zu Pestiziden verwendete Fukuoka Saatgut und Tonpellets zur Aussaat.

Nachdem er bereits nach Ende des Zweiten Weltkriegs seine Methode der »nendo dango« (Samenkugel) insbesondere für die Direktaussaat von Reis und Gerste auf seinen dauerhaft ohne Pflügen bestellten Feldern entwickelt hatte, wurde er ab 1975 vor allem in der englischsprachigen Permakultur-Szene durch sein Buch bekannt:

»One Straw Revolution« (Titel der deutschen Ausgabe: »Der große Weg hat kein Tor«.

In diesem Buch erklärt Fukuoka:

»Die Idee war, die Samen den Winter überstehen zu lassen, ohne sie mit Kunstharz, das Pestizide und Fungizide enthält, zu bedecken (wie es die meisten Bauern tun), sondern sie in Tonpellets einzuschließen. Die Pellets wurden im Herbst geworfen und der Lehm schützte sie bis zum Frühjahr, wenn die Natur erwacht«.

Die von Fukuoka erfundene Technik ist auch eine probate Methode, der Entwaldung auf der Erde entgegenzuwirken – ein Problem, das leider immer noch sehr aktuell ist.

Frohes »wildes« Gärtnern

Bildquelle + Lizenz – Samenbomben: Frank Hecker – Naturfoto-Hecker.com

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