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Straßenbelag aus Plastikabfällen. Eine praktikable Lösung zur sinnvollen Verwendung der weltweiten Plastikabfälle. Schottischer Straßenbauer verwendet Plastikabfälle für Straßen, die 3 mal länger halten als mit normalem Asphalt. - GoodNews

MacRebur

Das schottische Straßenbauunternehmen MacRebur hat eine Methode entwickelt, einen dauerhaften Belag aus Kunststoffabfällen herzustellen, die zur Deponierung oder Verbrennung bestimmt waren. Die Belagsqualität kann damit sogar um 60% gesteigert und die 3fache Lebensdauer erreicht werden.

Mit jedem Kilometer Straße wird das Äquivalentgewicht von 684.000 Flaschen oder 1,8 Millionen Plastikbeuteln verbraucht. 1 Tonne dieses Asphalt-Kunststoff-Mixes enthält etwa 80.000 Plastikflaschen.

Welche Kunststoffe werden verwendet und wie funktioniert die Herstellung?

Verwendet werden ausschließlich Kunststoffabfälle, die als Abfall eingestuft werden – kein recyceltes oder neues Plastik. Diese Abfälle würden sonst auf Deponien landen oder über Verbrennung entsorgt werden. Der Plastikmüll wird in einem Granulator in maximal 5mm kleine Stücke zerkleinert. Dann wird das Kunststoffgranulat mit einem Aktivator gemixt und geht dann an einen Asphaltproduzenten.

Asphalt besteht einfach ausgedrückt aus Bitumen und Steinen. Mit der neuen Technologie wird ein Teil des Bitumens mit dem Kunststoffmix erweitert. Das geht, weil man den Kunststoff in seinen ursprünglichen ölbasierten Zustand zurückwandelt und ihn mit Hilfe des Aktivators an die Steine bindet. Der Belag mit dem Kunststoffabfall kann auch bei einer Straßenerneuerung immer wieder verwertet werden.

Aber wie sieht es mit Mikroplastik oder giftigen Ausgasungen aus?

Unabhängige Tests haben ergeben, dass im Belag und dem Straßenabrieb kein Mikroplastik entsteht. Das gelingt, weil man Kunststoff als Bindemittel verwendet. Er schmilzt sozusagen und es entsteht eine klebrige Substanz, die keine problematischen Partikel zurücklässt.

Die Herstellung von Asphalt erfordert Hitze – normalerweise um 180°C. MacRebur stellt sicher, dass der gesamte verwendete Kunststoff bei einer Temperatur schmilzt, die darunter liegt – etwa 120°C -, damit der Mix richtig homogenisiert ohne Mikroplastik zu schaffen. Aus diesem Grund können nicht alle Kunststoffarten verwenden werden, aber die meisten Abfälle sind nutzbar einschließlich schwarzes Plastik, das sich nur schwer recyceln lässt.

Labortests haben zudem gezeigt, dass sich aus den MacRebur-Produkten weder Plastik auswaschen lässt noch giftige Dämpfe bei der Verarbeitung freigesetzt werden.

Die Plastikstraßen sehen übrigens genau so aus wie normaler Asphalt, aber da sie Kunststoff enthalten, sind sie flexibler. Das heißt, sie können besser auf witterungsbedingte Kontraktion und Ausdehnung reagieren, wodurch Risse und Schlaglöcher reduziert werden.

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